Kurzbeschreibung:

Bei Patienten mit einer stark reduzierten Sehschärfe oder deutlich eingeschränktem zentralen Gesichtsfeld könne optische Trugbilder auftreten. Die als Charles Bonnet Syndrom bekannten visuellen Wahrnehmungen können sich als einfache Formen oder komplexere Gebilde wie z.B. Menschen, Tiere, Pflanzen oder ähnliches darstellen. Den Patienten ist dabei, nach möglicher anfänglicher Täuschung, bewusst, dass es sich nicht um reale Gebilde handelt. Es handelt sich dabei also um sogenannte „Pseudohalluzinationen“ und sind kein Anzeichen für eine psychiatrische Erkrankung, im Gegensatz zu echten Halluzinationen. Von den meisten Patienten werden sie nicht als störend beschrieben, bei manchen können sie jedoch Ängste auch vor sozialer Isolierung und Stigmatisierung als psychisch krank oder ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Auch die behandelnden Ärzte sind oft nicht genug informiert. Trotz der hohen Inzidenz bei Patienten mit verminderter Sehstärke sind die Datenlage und das Verständnis des Charles Bonnet Syndroms bis heute mangelhaft. Das vorliegende Forschungsvorhaben zielt daher darauf ab sowohl epidemiologische Daten zum Charles Bonnet Syndrom zu erheben als auch auf das Vorhandensein dieser Erkrankung und die Wichtigkeit der Aufklärung der Patienten aufmerksam zu machen. Neben der Untersuchung und Beratung in der Sprechstunde für vergrößernde Sehhilfen nehmen die Patienten nach gegebenen Einverständnis an einer Befragung anhand eines Fragebogens teil.

 

Wer kann teilnehmen?

Patienten ab 18 Jahren mit einer stark reduzierten Sehschärfe oder deutlich eingeschränktem Gesichtsfeld stellen sich in der Sprechstunde für vergrößernde Sehhilfen vor.

 

Prüfärzte: Dr. med. Annette Pütz (Leitung Low Vision Sprechstunde) Prof. Dr. med. Kai Januschowski (geschäftsführender Oberarzt, stellvertretender ärztlicher Direktor)

 

Wissenschaftliche Beratung: Dr. rer. nat. André Schulz (Leiter AG Tissue Engineering, stellvertretender Laborleiter)

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